Rechtsnatur

Für den Werkvertrag gilt folgendes:

  • vollkommen zweiseitiger (synallagmatischer) Vertrag
  • Entgeltlichkeit als Wesensmerkmal des Werkvertrags
    • Mangels abweichender Vereinbarung wird die Entgeltlichkeit vermutet
    • Ohne Vergütungsabrede und kann nicht den Umständen nicht auf eine solche geschlossen werden, liegt
      • kein Werkvertrag, sondern
      • ein Auftrag oder Innominatkontrakt vor
    • Vgl. hiezu BGE 64 II 9, Erw. 2
    • Eine strittige Entgeltlichkeit führt vielfach auch zur Qualifikationsstreitigkeit, ob ein Werkvertrag oder ein Auftrag vorliegt
      • Die Qualifikation des Vertragsverhältnisses ist durch Auslegung der konkreten Vereinbarung zu ermitteln

Auch wenn die Werkerstellung bisweilen lange dauern kann, handelt es sich beim Werkvertrag nicht um ein „Dauerschuldverhältnis“.

Weiterführende Literatur

  • KOLLER ALFRED, Berner Kommentar, N 75 zu OR 363

Drucken / Weiterempfehlen: